Software-Entwicklung ist komplex und der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt oft steinig. Prototyping hat sich als sinnvolle Strategie etabliert, um Risiken zu minimieren und Entwicklungszeiten zu verkürzen. Dieser Artikel zeigt, wie moderne Prototyping-Ansätze digitale Produkte von Anfang an auf Erfolgskurs bringen.
Je nach Projektphase und Zielsetzung bieten sich unterschiedliche Prototyping-Ansätze an. Die Kunst liegt darin, den richtigen Ansatz für die jeweilige Herausforderung zu wählen.
Low Fidelity Prototyping ist ein essentieller Bestandteil der Product Discovery Phase und wird besonders im Rahmen Design Thinking-Methode eingesetzt, um erste Ideen zu skizzieren und zu validieren. Entscheidend dabei: Die Zielsetzung des Prototyps muss von Anfang an klar definiert sein. Welche konkrete Frage soll beantwortet, welche Annahme überprüft werden?
Der Low Fidelity Prototyp bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten:
Ein besonderer Vorteil liegt in der flexiblen Gestaltung des Aufwands durch steuerbare Detailgrade:
Die praktische Anwendung erfolgt häufig durch direktes Nutzertesting mit Think-Aloud-Methode. Dabei geben Nutzer*innen unmittelbares Feedback während der Interaktion mit dem Prototyp. Diese Erkenntnisse lassen sich systematisch auswerten:
Auf Basis dieser strukturierten Erkenntnisse können fundierte Entscheidungen für die weitere Produktentwicklung getroffen werden.
Wenn ein Prototyp über das User Interface hinaus tiefergehende Erkenntnisse liefern soll, kommt häufig High Fidelity Prototyping zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei primär auf der technischen Validierung eines Konzepts:
Die Umsetzung kann dabei flexibel gestaltet werden durch:
Eine zentrale Herausforderung liegt in der Abgrenzung zum MVP (Minimum Viable Product):
Der richtige Detailgrad ist dabei entscheidend:
Die Erkenntnisse aus dem High Fidelity Prototyping fließen direkt in die Architekturentscheidungen und technischen Spezifikationen des finalen Produkts ein. Eine erfahrene technische Beratung ist dabei essentiell, um die richtigen Weichen für die weitere Entwicklung zu stellen.
Bevor das erste Wireframe gezeichnet oder die erste Zeile Code geschrieben wird, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die Ausgangssituation. Die sorgfältige Beantwortung der folgenden Fragen schafft Klarheit für alle Beteiligten und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit des Prototyping-Projekts deutlich.
Ein durchdachtes Prototyping mag zunächst wie ein zusätzlicher Aufwand erscheinen. Die Praxis zeigt jedoch: Die frühe Validierung von Konzepten spart später erhebliche Ressourcen durch:
Die Entwicklung erfolgreicher digitaler Produkte erfordert eine durchdachte Prototyping-Strategie. Der strategische Mix aus Low und High Fidelity Prototyping ermöglicht es, Projekte von Anfang an optimal auszurichten. Technologisches Know-how kombiniert mit agilem Mindset und Fokus auf messbare Ergebnisse bilden dabei das Fundament für nachhaltige Erfolge.
Mehr Einblicke in die Welt des erfolgreichen Prototypings bietet das Expertengespräch zwischen Mirco Müller, Geschäftsführer OPEN CX, und Gero Duppel, Director Technology. Im Video teilen die beiden ihre Erfahrungen aus zahlreichen Projekten und geben wertvolle Tipps für die praktische Umsetzung.
Keine Software ist perfekt – aber Qualität ist trotzdem ein wichtiger Faktor in der Programmierung. Die Praxis zeigt: Wer von Anfang an auf systematisches Testing setzt, spart am Ende Zeit, Geld und Nerven. Denn nichts ist ärgerlicher als schlechter Code, der erst im laufenden Betrieb auffällt.
Bei OPEN setzen wir auf die clevere Kombination verschiedener Teststufen. Warum? Weil einzelne Testmethoden zwar gut sind, aber erst ihr Zusammenspiel den maximalen Impact bringt. In diesem Artikel zeigen wir dir unseren Weg zu mehr Qualität durch die Integration von drei wesentlichen Testing-Levels.
Die Basis für qualitativ hochwertige Software beginnt bei der Zusammenarbeit. Code Reviews haben sich bei OPEN Application Development als effektive Methode etabliert, bei der entwickelter Code durch eine*n zweite*n Entwickler*in innerhalb des Teams geprüft wird.
Dieser systematische Prozess ermöglicht:
Ein wichtiger Aspekt dabei: Die Prüfungseinheiten sollten überschaubar bleiben. Die bewährte Praxis zeigt, dass pro Ticket in einem Issue-Tracking-System wie Jira ein separater Branch in der Versionsverwaltung (z.B. GitLab) optimal ist.
Neben der manuellen Prüfung spielt die Automatisierung eine zentrale Rolle in der modernen Qualitätssicherung von Software. Den Grundstein dafür legt bei OPEN Application Development die statische Code-Analyse: Sie prüft den Code, ohne ihn auszuführen, indem sie den Quellcode auf offensichtliche Flüchtigkeitsfehler und Abweichungen von Coding-Standards analysiert. Dieser erste Schritt in Richtung Automatisierung ist fundamental und sollte in keinem Entwicklungsprozess fehlen.
Darüber hinaus kommen verschiedene Arten automatisierter Tests zum Einsatz:
Frontend- und End-to-End-Tests simulieren Nutzerinteraktionen zur Funktionsprüfung
Die CI-Pipeline (Continuous Integration Pipeline) fungiert bei OPEN Application Development als automatisierte Kette von Prüfungen, die festgelegte Tests durchführt. Ein zentrales Element dabei ist die Erstellung von Review-Apps als eigenständige Testumgebungen. Häufig gibt es nur eine Staging-Umgebung, bei der sich alle Änderungen mischen. Dies kann zu Verwirrung bei allen Beteiligten führen, weil nicht klar ist, welche Änderungen abgenommen werden sollen. Review-Apps ermöglichen es, neue Features oder Änderungen direkt und mit wenig Aufwand manuell zu testen, ohne dabei das Produktivsystem zu beeinflussen.
Die Effizienz und Nachhaltigkeit dieses Prozesses wird durch mehrere Faktoren optimiert:
Smart Testing: Nur tatsächlich geänderte Komponenten der Anwendung durchlaufen den Testprozess
Ressourcenmanagement: Pipeline-Server fahren nachts und am Wochenende automatisch herunter. Sollten doch mal Tests anstehen, fahren sie auch automatisch wieder hoch.
Kosteneffizienz: Auch bei umfassender Testabdeckung sparen wir durch diese Optimierungen erheblich an Ressourcen und Kosten
Da manuelles Testing oft der Standard ist und gefühlt für die meisten Unternehmen ausreicht, stellt sich oft die Frage: Lohnt sich der Aufwand für automatisierte Tests für mein Produkt überhaupt? Automatisierung bedeutet zwar einen geringen Mehraufwand von etwa 10-15% – Tests müssen konzipiert, implementiert und gewartet werden –, dieser rechnet sich jedoch um ein Vielfaches durch die langfristigen Vorteile. Die Antwort liegt in der strategischen Herangehensweise an die Testabdeckung. Entscheidend ist dabei der Fokus:
Basierend auf dieser Analyse lässt sich ein maßgeschneidertes Testkonzept entwickeln. Der besondere Mehrwert entsteht dabei durch die Kombination verschiedener Testebenen: Während Code Reviews die grundlegende Qualität sichern, automatisieren Unit- und Integrationstests die Prüfung kritischer Funktionen. Die CI-Pipeline bringt alles zusammen und macht den Test-Prozess zu einem integralen Bestandteil der Auslieferung.
Das Ergebnis dieser systematischen Herangehensweise:
Im Interview spricht Mirco Müller, Geschäftsführer der OPEN CX, mit Conrad Barthelmes, Head of Development im Team Application Development, über die zentrale Rolle von Qualität in jedem Entwicklungsschritt.
In der digitalen Produktentwicklung steht und fällt der Erfolg mit der User Experience (UX). Als Tech-driven Experts wissen wir: Nur wer die Bedürfnisse der Nutzer*innen versteht und in den Entwicklungsprozess integriert, schafft digitale Lösungen mit echtem Mehrwert. Doch wie lässt sich ganzheitliches UX-Design mit agiler Entwicklung vereinen? Die Antwort liegt im Dual-Track Agile Ansatz.
Der Weg zur modernen Produktentwicklung war steinig. Noch vor wenigen Jahren arbeiteten Teams oft in Silos: Die Strategie kam aus der Geschäftsführung, Design und UX aus der Kreativabteilung, und die Entwickler*innen sollten „einfach umsetzen“. Das Ergebnis? Produkte, die zwar technisch funktionieren, aber an den Bedürfnissen der Nutzer*innen vorbeigehen.
Die digitale Transformation hat diese traditionellen Strukturen aufgebrochen. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, wie technologiegetriebene Unternehmen heute arbeiten:
Der Erfolg digitaler Produkte basiert auf zwei entscheidenden Faktoren: Sie müssen sowohl den Marktanforderungen als auch den Nutzerbedürfnissen entsprechen. Ein Produkt, das an diesen beiden Dimensionen vorbei entwickelt wird, ist zum Scheitern verurteilt – egal wie technisch ausgereift es sein mag.
Die Bedeutung von UX-Design ist dabei so fundamental, dass sie sogar in einer ISO-Norm verankert ist. Denn je besser ein Produkt auf seine Nutzer*innen abgestimmt ist, desto höher sind:
Nicht zu vergessen: Gutes UX Design ist auch der Schlüssel zu Accessibility. Damit schaffen wir digitale Lösungen, die allen Menschen zugänglich sind.
Bei OPEN setzen wir auf einen ganzheitlichen UX-Ansatz, der auf mehreren Säulen basiert:
Aus diesen Erkenntnissen wird ein umfassendes UX-Konzept für das Produkt gestaltet, welche für die Software-Entwicklung in eine iterative Arbeitsweise überführt wird.
Hier liegt der Knackpunkt: Wie bringen wir das ganzheitliche UX-Design mit der iterativen, inkrementellen Natur agiler Software-Entwicklung zusammen? Traditionelle Frameworks wie Scrum sind stark auf die technische Seite der Software-Entwicklung ausgerichtet. Zwar gibt es crossfunktionale Teams mit verschiedenen Rollen, aber UX-Design wird oft nicht systematisch in den Prozess integriert. So besteht die Gefahr, dass beide Bereiche unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich auf Dauer voneinander entfernen.
Die Lösung für dieses Dilemma heißt Dual-Track Agile – ein Ansatz, der ursprünglich von Desirée Sy entwickelt und von Jeff Patton weiter verfeinert wurde. Wir führen zwei parallele Tracks, die sich immer wieder berühren:
Das Beste daran: Beide Tracks arbeiten nicht isoliert, sondern sind eng verzahnt. Die Erkenntnisse aus dem Discovery Track fließen direkt in das Delivery Backlog ein und beeinflussen die Entwicklungsprioritäten. Das Build-Measure-Learn-Prinzip bildet damit bei beiden Tracks die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung, ohne dass ein Bereich auf der Strecke bleibt.
Der Dual-Track Ansatz bringt entscheidende Benefits:
Bei OPEN leben wir den Dual-Track Agile Ansatz, weil er perfekt zu unserer DNA passt: Tech + Sales = Growth. Nur wenn wir technische Exzellenz mit tiefem Verständnis für Nutzer*innen und Business-Anforderungen verbinden, entstehen digitale Produkte, die echten Impact haben.
Hier findest du einen Überblick über unser Angebot zum Thema Digitale Produktentwicklung
Schau dir hier das YouTube Interview mit UX Designer Markus an: Warum UX/UI über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Der Erfolg digitaler Produkte entscheidet sich lange vor der ersten Codezeile. Diese These mag provokant klingen, aber sie spiegelt eine fundamentale Wahrheit der modernen Produktentwicklung wider: Technische Exzellenz allein garantiert keinen Markterfolg.
In meinen verschiedenen Rollen als Geschäftsführer, Berater und jetzt Director Technology habe ich in den letzten zehn Jahren die Evolution der digitalen Produktentwicklung hautnah miterlebt. Das wichtigste Learning? Isolierte technische Lösungen reichen längst nicht mehr aus – gefragt ist ein ganzheitlicher Ansatz.
Der Weg zur modernen Produktentwicklung war steinig. Noch vor wenigen Jahren arbeiteten Teams oft in Silos: Die Strategie kam aus der Geschäftsführung, Design und UX aus der Kreativabteilung, und die Entwickler*innen sollten „einfach umsetzen“. Das Ergebnis? Produkte, die zwar technisch funktionieren, aber an den Bedürfnissen der Nutzer*innen vorbeigehen.
Die digitale Transformation hat diese traditionellen Strukturen aufgebrochen. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, wie technologiegetriebene Unternehmen heute arbeiten:
Was bedeutet end-to-end wirklich? Ein Beispiel aus der Praxis macht es greifbar: In den letzen Jahren begleiteten wir die Transformation eines Marktforschungsunternehmens. Die Ausgangssituation? Excel-Chaos, E-Mail-Flut und unzählige Telefonate für die Durchführung jeder einzelnen Studie.
Der holistische Ansatz bedeutete hier, den Blick auf alle Bereiche des Produktes zu lenken und sie zu analysieren:
Das Ergebnis dieser ganzheitlichen Arbeitsweise? Eine digitale Plattform, die den Prozess von der Studienplanung bis zur Abrechnung abbildet und die Effizienz steigert. Es konnten direkt nach Einführung doppelt so viele Studien abgearbeitet werden.
In meiner langjährigen Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung von digitalen Produkten haben sich folgende Faktoren als entscheidend herauskristallisiert:
Die Verschmelzung von Business-, Design- und Tech-Expertise ist unerlässlich. Nur wenn eine Problemstellung aus allen Richtungen beleuchtet wird, kann das Ergebnis alle Anforderungen erfüllen.
Agil bedeutet nicht nur Scrum-Meetings und Sprints. Es geht um eine grundlegende Haltung in der Produktentwicklung:
Systematisches Feedback ist der Schlüssel zu erfolgreichen Produkten. Durch die enge Verzahnung von Entwicklung und Nutzung entstehen iterative Verbesserungszyklen. So können wir schnell auf Nutzerverhalten reagieren und das Produkt kontinuierlich optimieren.
Die Realität in vielen Unternehmen sieht so aus: Ein digitales Produkt läuft seit Jahren, erfüllt grundsätzlich seinen Zweck, aber die technischen Schulden wachsen. Die Nutzer*innen werden anspruchsvoller, neue Funktionen lassen sich nur schwer integrieren und die Performance leidet. Gleichzeitig kann man nicht einfach alles stoppen und neu aufsetzen – das Business muss ja weiterlaufen.
Wer diese Situation kennt, für den gibt es gute Nachrichten – mit einem klaren, dreistufigen Ansatz lässt sich fast jedes Produkt fit für die Zukunft machen:
1. Analyse & Audit
2. Modernisierungsstrategie
3. Iterative Umsetzung
Praxis-Tipp: Bei der Modernisierung bestehender Produkte ist der „Big Bang“ selten die beste Lösung. Stattdessen empfehlen wir dir eine schrittweise Transformation, die Risiken minimiert und schnelle Erfolge ermöglicht.
Nach einer Vielzahl von Entwicklungszyklen kristallisieren sich zentrale Erkenntnisse heraus. Entscheidend ist aber, diese Faktoren nicht nur zu kennen, sondern sie aktiv in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Hier erfährst du, worauf es wirklich ankommt und wie du die gewonnenen Erkenntnisse für dein Projekt nutzen kannst:
Mach das Ziel greifbar: Entwickle mit deinem Team und den Stakeholdern ein gemeinsames Verständnis darüber, wo die Reise hingehen soll. Ein gut formuliertes Product Vision Board hilft dabei, alle auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen.
Sorge für kontinuierlichen Austausch: Richte regelmäßige Feedbackschleifen mit deinen Nutzer*innen ein. Das können strukturierte User Research Sessions sein, aber auch informelle Gespräche. Hauptsache, du bleibst nah an deiner Zielgruppe.
Investiere in Qualität: Plane von Anfang an Zeit für Code Reviews, Refactoring und Dokumentation ein. Das mag zunächst aufwändig erscheinen, zahlt sich aber durch geringere Wartungskosten und schnellere Entwicklungszyklen aus.
Nutze Daten als Kompass: Definiere klare KPIs für dein Produkt und richte ein effektives Monitoring ein. So kannst du Entscheidungen auf Basis von echten Nutzungsdaten treffen, statt auf Vermutungen zu setzen.
Zu viele Features auf einmal: Fokussiere dich auf das Wesentliche. Priorisiere Features basierend auf echtem Nutzerfeedback und Business Value.
Mangelnde Stakeholder-Kommunikation: Etabliere regelmäßige Status-Updates und Feedbackrunden mit allen Beteiligten.
Unterschätzte technische Komplexität: Plane Puffer ein und stelle sicher, dass dein Team die nötige Zeit für gründliche technische Analysen hat.
Fehlende Messkriterien: Definiere von Anfang an, was Erfolg für dein Produkt bedeutet und wie du ihn messen willst.
Die digitale Produktentwicklung bewegt sich ständig weiter. Trends, die ich besonders im Auge behalte:
🚀 No-Code/Low-Code
Die Demokratisierung der Entwicklung wird weitergehen. Aber: Komplexe Produkte werden weiterhin echte Entwicklungsexpertise brauchen.
🤖 KI-Integration
Künstliche Intelligenz wird nicht nur in Produkten selbst, sondern auch im Entwicklungsprozess eine immer größere Rolle spielen.
🔄 Continuous Everything
Die Grenzen zwischen Entwicklung, Deployment und Operation verschwimmen weiter.
Die erfolgreiche Entwicklung digitaler Produkte ist mehr denn je eine Teamleistung. Der holistische Ansatz, bei dem Technologie und Business Hand in Hand gehen, hat sich in der Praxis bewährt. Mein wichtigster Rat? Bleib agil, aber verlier nie das große Ganze aus den Augen.
Hier findest du einen Überblick über unser Angebot zum Thema Digitale Produktentwicklung
Weitere Einblicke von Gero über Digitale Produktentwicklung End-to-End erfährst du hier im YouTube Video.
Barrierefreiheit ist heute ein zentrales Thema in der Entwicklung von Webseiten und digitalen Produkten. Nicht nur aufgrund von rechtlichen Vorgaben wie dem BFSG, sondern auch aus eigenem Anspruch heraus sollten digitale Anwendungen für alle Menschen zugänglich gemacht werden. Automatisierte Accessibility-Test-Tools sind dabei eine wertvolle Unterstützung, um z.B. Webseiten auf ihre Barrierefreiheit zu überprüfen. Insbesondere wenn sie in den bestehenden Entwicklungsworkflow und Continuous Integration (CI)-Pipelines eingebunden werden, können sie zielgerichtet helfen. Eine besonders wirkungsvolle Kombination ist die Integration von Tools wie Cypress für klassische UI-Tests und axe-core-basierten Accessibility-Tools in CI-Pipelines.
Klassische Testing-Methoden, die in der Regel Performance fokussiert sind, lassen Aspekte der Barrierefreiheit oft außer Acht. Hier setzen automatisierte Accessibility-Tests an, die bereits während der Entwicklung verwendet werden können, um potenzielle Barrieren frühzeitig zu erkennen.
axe-core ist eine der am weitesten verbreiteten Bibliotheken für automatisierte Accessibility-Tests. Es wird von vielen bekannten Tools genutzt, darunter:
Diese Tools erkennen gängige Barrierefreiheitsfehler wie fehlende Alt-Texte, unzureichenden Farbkontrast oder Probleme bei der Tastaturnavigation automatisch. Sie kommen allerdings nicht ohne manuelle Prüfungen aus, da nicht alle Barrieren maschinell erkannt werden können.
Cypress ist ein automatisiertes Testframework, das sich auf End-to-End-Tests spezialisiert und weit verbreitet ist. Es ermöglicht es Entwicklern, User-Flows zu testen und sicherzustellen, dass Funktionalität und Benutzererfahrung einwandfrei funktionieren.
Die Integration von axe-core-basierten Accessibility-Tests in Cypress-Tests ist ein logischer nächster Schritt, um Barrierefreiheit in den Entwicklungsprozess einzubinden. Ein einfaches Beispiel wäre, bei jedem neuen Build automatisch die Website auf Barrierefreiheit zu testen und sicherzustellen, dass keine neuen Barrieren eingeführt werden.
Obwohl automatische Tools mächtig sind, gibt es Bereiche, in denen sie an ihre Grenzen stoßen:
Manuelle Prüfungen sind unverzichtbar: Viele Aspekte der Barrierefreiheit, wie die sinnvolle Reihenfolge von Inhalten oder die Verständlichkeit von Texten, können nicht automatisiert geprüft werden. Dies erfordert nach wie vor manuelle Tests durch Experten.
/// <reference types=“cypress“ />
describe(‚Accessibility Testing‘, () => {
it(‚Tests homepage for accessibility issues‘, () => {
cy.visit(‚https://beispiel.de‘);
cy.injectAxe();
cy.checkA11y();
});
});
// Basic usage after interacting with the page it(‚Has no a11y violations after button click‘, () => { // Interact with the page, then check for a11y issues cy.get(‚button‘).click() cy.checkA11y()})
Weitere Infos und Quellen zur Integration:
https://circleci.com/blog/cypress-accessibility-testing/
https://github.com/component-driven/cypress-axe
Mit dieser einfachen Integration prüft Cypress die Webseite auf Barrierefreiheitsfehler bei jedem Testdurchlauf. Das spart Zeit und verbessert die Qualität der Anwendung
Automatisierte Accessibility-Tests sind ein wertvolles Instrument, das vor allem bei der kontinuierlichen Überwachung und Fehlererkennung in frühen Entwicklungsstadien Sinn macht. Automatische Tests legen eine wertvolle Grundlage, können jedoch keine vollständige manuelle Prüfung ersetzen. Besonders bei komplexen Projekten können automatisierte Tools sehr gut unterstützen. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten und um z.B. den Kriterien von Verordnungen wie dem Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetz (BFSG) zu entsprechen, sollte der Prozess durch eine manuelle Prüfung ergänzt werden. Hierzu empfehlen wir manuelle Accessibility Audits und Nutzerfeedbacks aus der Zielgruppe.
Lerne unser vollständiges Leistungsspektrum zu Barrierefreien Websites hier kennen.
OPEN hat den Carsharing-Anbieter MILES Mobility als Kunden gewonnen und in Zusammenarbeit innerhalb weniger Monate einen Auto-Abo-Service aufgesetzt. Bei MILES Abo kann für einen flexiblen Zeitraum von zwei bis 24 Monaten ein Fahrzeug gemietet werden, Versicherungsschutz, Steuer und Wartung sind inklusive. Der Abo-Service ist in ganz Deutschland verfügbar, die Fahrzeugbestellungen werden über eine Website abgewickelt.
Gemeinsam mit MILES entwickelte OPEN die komplette Customer-Journey – vom ersten Page-Aufruf bis zum Bestellabschluss. Des Weiteren war die Digitalagentur verantwortlich für die Frontendumsetzung, die API-Integration und die Entwicklung des Order Managements für den neuen Abo-Service. Hier setzte die Agentur auf eine Eigenentwicklung auf Basis von Symfony. Zudem wurden für den Datenaustausch zwischen dem Abo-Service und MILES-internen Tools mehrere Schnittstellen entwickelt.
In einem höchst agilen Umsetzungsprozess wurden technische und konzeptionelle Anforderungen eingebracht, gegen bestehende abgewägt, bewertet und priorisiert. So wurde sichergestellt, dass sich das Endprodukt letztlich am User orientiert und trotz einer kurzen Entwicklungszeit dem hohen Anspruch an Performanz, Sicherheit und Usability gerecht wird.
MILES ist bisher als Carsharing-Anbieter bekannt. Carsharing nach Kilometern statt Minuten, so lautet das Angebot. Für längere Bedarfe gibt es Stundentarife und Tagespakete bis zu 30 Tagen, alles via App. Das Unternehmen gehört zu den am schnellsten wachsenden Anbietern auf dem Mietwagen-Markt und hat kürzlich den Carsharing-Dienst von Volkswagen (WeShare) übernommen.
„Mit MILES Abo knüpfen wir nahtlos an unser Carsharing-Angebot an und können unseren Kund:innen noch längere Mietzeiträume ermöglichen. Das Abo wird deutschlandweit verfügbar sein und ist damit auch Menschen zugänglich, die nicht in städtischen Ballungsgebieten wohnen“, so Alexander Eitner, Co-Founder & COO MILES Mobility.
Angeboten wird der Service auf Deutsch und Englisch. Eine Ausweitung des Services nach Belgien, einem Bestandsmarkt von MILES im Carsharing-Bereich, ist möglich. Nicht nur das Projekt an sich, sondern auch das Unternehmen MILES ist für uns hochinteressant. Die Konzepte sind innovativ, die Produkte digital. Das passt zu OPEN als Digitalagentur mit Fokus auf Softwareentwicklung wie die Faust aufs Auge.