1. Warum klassische Kontaktformulare Leads verlieren

Kennst du das? Du landest auf einer Website, findest ein interessantes Angebot und dann kommt das Kontaktformular. Name, E-Mail, Telefon, Unternehmen, Position, Branche, Mitarbeiterzahl, Budget, Projektzeitraum, Nachricht. Zwölf Pflichtfelder, bevor du überhaupt eine Frage stellen darfst.

Was passiert? Du schließt den Tab.

Das ist kein Einzelfall. Eine HubSpot-Studie aus dem Jahr 2024 zeigt: Mit jedem zusätzlichen Formularfeld sinkt die Conversion-Rate um durchschnittlich 4,1 Prozent (Quelle: HubSpot 2024). Ein Formular mit zehn Feldern verliert also fast die Hälfte der potenziellen Leads, noch bevor der Vertrieb überhaupt weiß, dass es sie gibt.

Das Paradoxon: Unternehmen wollen möglichst viele Informationen über ihre Leads. Aber je mehr sie abfragen, desto weniger Leads bekommen sie. Und die wenigen, die das Formular trotzdem ausfüllen? Die sind oft nicht die besten Kandidat*innen, sondern die geduldigsten. Die Lösung liegt nicht darin, weniger Daten zu sammeln. Sondern darin, sie anders zu sammeln.

Was ist ein qualifizierter Lead? Ein qualifizierter Lead ist ein Kontakt, der nicht nur Interesse gezeigt, sondern auch relevante Informationen hinterlassen hat, etwa zu Budget, Bedarf oder Entscheidungszeitpunkt. Je vollständiger das Profil, desto gezielter kann der Vertrieb arbeiten.

Die entscheidende Frage lautet also: Wie bekommst du diese Informationen, ohne deine Nutzer*innen mit Formularen zu vergraulen?

2. Progressive Profiling: Daten sammeln ohne Formularzwang

Die Antwort heißt Progressive Profiling, eine Methode, bei der du Nutzerdaten schrittweise sammelst, statt alles auf einmal abzufragen.

Was ist Progressive Profiling? Progressive Profiling bezeichnet die schrittweise Erfassung von Nutzerdaten über mehrere Kontaktpunkte hinweg. Statt eines langen Formulars werden bei jeder Interaktion nur wenige, kontextrelevante Informationen abgefragt. Mit der Zeit entsteht ein vollständiges Profil, ohne dass Nutzer*innen je eine umfangreiche Registrierung durchlaufen mussten.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Menschen teilen Informationen, wenn sie im Gegenzug sofortigen Mehrwert erhalten. Ein Hausfinder, der passende Ergebnisse liefert. Ein Dashboard, das die eigene Planung vereinfacht. Ein personalisierter Bereich, der relevante Inhalte zeigt.

Wie Progressive Profiling in der Praxis funktioniert

Stell dir folgendes Szenario vor:

Erster Besuch: Eine Nutzerin sucht nach Fertighäusern. Sie nutzt den Hausfinder, gibt Präferenzen, aber noch keine persönlichen Daten ein. Das System speichert ihre Auswahl trotzdem.

Zweiter Besuch: Sie kommt zurück, findet ihre Ergebnisse wieder vor. Sie merkt sich ein Hauskonzept und wird gefragt, ob sie ein kostenloses Konto anlegen möchte, um die Auswahl dauerhaft zu speichern. Sie registriert sich mit E-Mail und Passwort. Mehr nicht.

Dritter Besuch: Im Dashboard sieht sie eine Fortschrittsanzeige: „Vervollständige dein Profil für bessere Empfehlungen.“ Sie gibt Grundstücksgröße und ungefähres Budget an, weil sie versteht, dass die Ergebnisse dadurch besser werden.

Kontaktanfrage: Erst wenn sie aktiv eine Beratung anfragt, werden Telefonnummer und bevorzugte Kontaktzeiten abgefragt, Daten, die jetzt Sinn ergeben, weil ein konkreter nächster Schritt folgt.

Am Ende hat der Vertrieb ein vollständiges Lead-Profil: Präferenzen aus dem Hausfinder, Budget, Grundstücksdaten, Kontaktinformationen. Aber die Nutzerin hat nie ein zehnzeiliges Formular ausgefüllt.

Die Psychologie dahinter

Progressive Profiling funktioniert, weil es drei psychologische Prinzipien nutzt:

Reziprozität: Wer zuerst gibt, bekommt zurück. Wenn deine Website zuerst Mehrwert liefert (passende Ergebnisse, gespeicherte Favoriten), sind Nutzer*innen eher bereit, im Gegenzug Daten zu teilen.

Konsistenz: Menschen handeln gern konsistent mit früheren Entscheidungen. Wer sich einmal registriert hat, vervollständigt eher sein Profil, als abzubrechen.

Kontextrelevanz: Daten, die im richtigen Moment abgefragt werden, fühlen sich sinnvoll an. Die Frage nach dem Budget beim ersten Besuch wirkt übergriffig. Die gleiche Frage nach dem Speichern von Favoriten wirkt logisch.

3. Vom Formular ins CRM – ohne Medienbruch

Daten zu sammeln ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte: Sie müssen beim Vertrieb ankommen, vollständig, strukturiert und ohne manuellen Aufwand. Hier scheitern viele Unternehmen. Nicht an mangelndem Interesse, sondern an der Technik. Die Website läuft auf einem CMS, das CRM ist ein separates System, vielleicht gibt es noch ein ERP dazwischen. Die Systeme sprechen unterschiedliche Sprachen, Daten müssen manuell übertragen oder über fragile Schnittstellen synchronisiert werden.

Das Ergebnis: Leads versickern, Informationen gehen verloren, der Vertrieb arbeitet mit unvollständigen Profilen.

Die Lösung: Nahtlose Systemintegration

Eine moderne Lead-Management-Architektur verbindet Website und CRM so, dass Daten automatisch und in Echtzeit fließen. Das bedeutet:

Jedes Formular ist angebunden. Egal ob Kontaktformular, Newsletter-Anmeldung oder Beratungsanfrage, die Daten landen direkt im CRM, nicht in einem E-Mail-Postfach.

Eingeloggte Nutzer*innen werden automatisch angereichert. Wenn jemand mit Account ein Formular abschickt, verknüpft das System die neuen Daten automatisch mit dem bestehenden Profil. Der Vertrieb sieht die komplette Historie.

Der Vertrieb wird automatisch zugewiesen. Basierend auf Region, Produktinteresse oder anderen Kriterien kann das System automatisch die richtige Ansprechperson zuordnen, aus den CRM-Daten heraus.

Das Transformer-Prinzip: Daten-Mapping ohne Entwickleraufwand

Ein häufiges Problem bei der CRM-Integration: Formularfelder und CRM-Felder haben unterschiedliche Bezeichnungen und Formate. Das Formular fragt „Wie groß ist Ihr Budget?“ mit Freitext, das CRM erwartet einen numerischen Wert in einem bestimmten Feld.

Klassischerweise muss bei jeder Änderung ein*e Entwickler*in ran. Ein neues Formularfeld? Entwickler-Ticket. Eine Änderung im CRM? Entwickler-Ticket. Das kostet Zeit und Geld und führt dazu, dass Änderungen aufgeschoben werden. Die Lösung ist ein Transformer-System, das diese Verknüpfung in die Hände der Redaktion legt. Über eine einfache Oberfläche kann das Marketing-Team selbst festlegen:

  • Welches Formularfeld in welches CRM-Feld fließt
  • Wie Werte umgewandelt werden (z.B. „Ja“ → „1“)
  • Welche Felder kombiniert werden sollen
  • Wie Datumsformate angepasst werden

 

„Die größte Herausforderung war, zwei völlig unterschiedliche Welten zu verbinden: das flexible Content-Management von TYPO3 und die strukturierten Prozesse von SAP“, sagt Jan Hennrich, Projektmanager bei OPEN. „Mit dem Transformer-System haben wir eine Lösung geschaffen, die beides vereint und die Redaktion in die Lage versetzt, das System eigenständig weiterzuentwickeln.“

 

Was der Vertrieb davon hat

Der Unterschied für den Vertrieb ist enorm:

Vorher: Ein Lead kommt rein. Name und E-Mail. Vielleicht eine vage Nachricht. Der Vertriebler muss im Erstkontakt erst einmal herausfinden, worum es überhaupt geht.

Nachher: Ein Lead kommt rein. Das Profil zeigt: Hat den Hausfinder dreimal genutzt, interessiert sich für Bungalows mit Flachdach, Budget zwischen 300.000 und 400.000 Euro, hat Grundstück in PLZ 34131, hat sich zwei Musterhäuser gemerkt. Der Vertriebler kann das Gespräch auf einem ganz anderen Niveau beginnen.

Das ist der Unterschied zwischen Kaltakquise und warmem Lead.

4. Case Study: Wie FingerHaus die Customer Journey digitalisiert

Theorie ist gut, aber wie sieht das in der Praxis aus? Ein Blick auf den Website-Relaunch von FingerHaus zeigt, wie Progressive Profiling und nahtlose CRM-Integration zusammenspielen.

FingerHaus, einer der führenden Fertighausanbieter Deutschlands, stand vor einer typischen Herausforderung: Die Website hatte viele Besucher*innen, aber der Weg vom ersten Klick zum qualifizierten Lead war lang und verlustreich. Interessent*innen recherchierten anonym, füllten irgendwann ein Kontaktformular aus und der Vertrieb wusste wenig über sie.

Das Ziel des Relaunches: Eine Website, die Nutzer*innen aktiv in ihre Hausplanung einsteigen lässt und dabei schrittweise wertvolle Daten sammelt, ohne den Prozess zu unterbrechen.

Der Hausfinder: Matching statt Suchen

Das Herzstück der neuen Website ist ein intelligenter Hausfinder. Statt Nutzer*innen durch einen Katalog mit hunderten Hauskonzepten scrollen zu lassen, führt das Tool sie in zwei Schritten zum Ziel.

Schritt 1: Grundlegende Präferenzen > Hausart, Dachform, Größenordnung.
Schritt 2: Feintuning > besondere Ausstattungswünsche, Extras, Budget.

Ein Matching-Algorithmus vergleicht die Eingaben mit dem gesamten Portfolio und liefert Ergebnisse in zwei Kategorien:

Perfekte Treffer: Alle Kernkriterien stimmen überein.
Nahe Alternativen: Fast passend, mit transparenter Anzeige, welche Kriterien abweichen.

Das Besondere: Jede Eingabe wird in Echtzeit gespeichert. Nutzer*innen können den Browser schließen, morgen wiederkommen und exakt dort weitermachen, wo sie aufgehört haben. Keine verlorenen Eingaben, keine Frustration.

FingerHausPlus: Vom Besucher zum bekannten Interessenten

Der zweite Baustein ist der personalisierte Login-Bereich FingerHausPlus. Nach einer kostenlosen Registrierung können Nutzer*innen:

  • Hauskonzepte, Musterhäuser und Artikel dauerhaft merken
  • Hausfinder-Ergebnisse speichern und teilen
  • Ein persönliches Dashboard mit allen gemerkten Inhalten nutzen

Der Clou: Ein intelligenter Transfer-Mechanismus sorgt dafür, dass Aktionen, die vor dem Login gestartet wurden, nach der Registrierung nahtlos übernommen werden. Wer vor der Anmeldung ein Haus gemerkt hat, findet es danach sofort im Dashboard wieder. Der Kontext geht nie verloren. Das reduziert die Hürde zur Registrierung massiv. Nutzer*innen müssen sich nicht vorher entscheiden, ob sie ein Konto wollen, sie können es im Nachhinein tun, ohne etwas zu verlieren.

Das Dashboard als Schaltzentrale

Das Dashboard von FingerHausPlus ist mehr als eine Favoritenliste. Es ist eine personalisierte Schaltzentrale:

  • Persönliche Begrüßung mit direktem Draht zum zugewiesenen Vertriebskontakt, automatisch aus der SAP MarketingCloud geladen.
  • Fortschrittsanzeige zur Profilvervollständigung. „Gib deine Grundstücksdaten an für passendere Empfehlungen.“ Die Gamification-Elemente motivieren zur freiwilligen Dateneingabe.
  • Regionale Veranstaltungen in der Nähe, basierend auf der angegebenen Postleitzahl.
  • Alle gemerkten Inhalte zentral an einem Ort.

Die SAP-Integration im Hintergrund

Im Backend ist die Website nahtlos an die SAP Marketing- und ServiceCloud angebunden. Jedes Formular kann Daten direkt übertragen. Das Transformer-System erlaubt es der Redaktion, Formularfelder eigenständig mit SAP zu verknüpfen, ohne Entwickler-Tickets.
Das Ergebnis für den Vertrieb: Vollständige Lead-Profile mit Präferenzen, Budget, Interaktionshistorie und automatisch zugewiesenem Ansprechpartner.

5. Performance und Barrierefreiheit: Das technische Fundament

Die beste Lead-Strategie nützt wenig, wenn die technische Basis nicht stimmt. Zwei Faktoren werden dabei oft unterschätzt: Performance und Barrierefreiheit.

Warum Ladezeit über Conversions entscheidet

Jede Sekunde Ladezeit kostet Conversions. Studien zeigen: Eine Verzögerung von einer Sekunde kann die Conversion-Rate um bis zu 7 Prozent senken. Bei einer Website, die auf Lead-Generierung ausgelegt ist, bedeutet das: langsame Seiten = weniger Leads. Besonders kritisch sind Elemente, die traditionell die Performance belasten: Formulare, Login-Dialoge, interaktive Tools. Genau die Elemente also, die für Progressive Profiling zentral sind.

Die Lösung: Action Sheets, eine Technik, bei der komplexe Inhalte erst bei Bedarf nachgeladen werden. Das Formular wird nicht mit der Seite geladen, sondern erst, wenn jemand auf „Kontakt“ klickt. Das Login-Overlay erscheint erst bei Klick auf „Anmelden“.

Der doppelte Vorteil:

  1. Schnellere Ladezeiten: Die initiale Seite ist leichter und lädt schneller.
  2. Sauberer Code: Das System erkennt automatisch, wenn ein Element mehrfach referenziert wird, und verhindert redundanten Code.

Beides wirkt sich positiv auf SEO aus und auf die User Experience, die wiederum die Conversion-Rate beeinflusst.

Barrierefreiheit erhöht Reichweite

Barrierefreiheit ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung (Stichwort BFSG und BITV 2.0), sondern auch ein Lead-Faktor. Eine barrierefreie Website erreicht mehr Menschen und das sind potenzielle Leads, die eine nicht-barrierefreie Seite verlieren würde.

Konkret bedeutet das:

  • Klare Informationsarchitektur: Nutzer*innen finden schneller, was sie suchen.
  • Responsives Design: Optimale Nutzung vom Smartphone bis zum Desktop.
  • Tastaturnavigation: Wichtig für Menschen mit motorischen Einschränkungen, aber auch für Power-User.
  • Screenreader-Kompatibilität: Erweitert die Zielgruppe um Menschen mit Sehbehinderungen.

Bei FingerHaus wurde die gesamte Website nach BITV 2.0 umgesetzt, nicht als Pflichtübung, sondern als strategische Entscheidung für maximale Reichweite.

Saubere Datenstruktur von Anfang an

Ein letzter technischer Aspekt, der oft übersehen wird: die Datenstruktur. Wenn Formulare, CRM-Felder und Nutzerprofile nicht von Anfang an sauber aufeinander abgestimmt sind, entstehen technische Schulden, die später teuer werden.

Daher von Anfang an folgendes vorsehen:

  • Einheitliche Feldbezeichnungen über alle Systeme hinweg
  • Klare Datentypen (Text, Zahl, Datum, Auswahl)
  • Dokumentierte Mapping-Logik für die CRM-Integration
  • Flexibilität für Erweiterungen ohne Systemumbau

Wer hier am Anfang spart, zahlt später drauf. Eine durchdachte Datenarchitektur hingegen macht das System zukunftsfähig und wartungsarm.

Ist deine Website bereit für smartes Lead-Management?

Fazit

Eine Website wird dann zur Lead-Maschine, wenn sie zwei Dinge gleichzeitig schafft: Nutzer*innen echten Mehrwert bieten und dabei schrittweise die Informationen sammeln, die der Vertrieb braucht. Das erfordert ein Umdenken: weg vom Kontaktformular als Gatekeeper, hin zu einer Journey, die Daten als Nebenprodukt einer guten Nutzererfahrung generiert. Progressive Profiling, nahtlose CRM-Integration und ein solides technisches Fundament sind die Bausteine dafür.

Das Beispiel FingerHaus zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert, nicht in der Theorie, sondern in einem komplexen Realprojekt mit hunderten Hauskonzepten, SAP-Anbindung und Barrierefreiheitsanforderungen.

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Aber jede Verbesserung, ob ein besserer Produktfinder, eine saubere CRM-Integration oder schnellere Ladezeiten, bringt dich einen Schritt näher zur Website, die nicht nur informiert, sondern verkauft.

Du willst deine Website zur Lead-Maschine machen?

Lass uns gemeinsam analysieren, wo deine Customer Journey Potenzial hat, von der ersten Recherche bis zum qualifizierten Lead.

Content ist King – aber die Erstellung hochwertiger Inhalte verschlingt viel Zeit und Ressourcen. Genau hier setzen KI-Lösungen an: Sie transformieren veraltete Redaktionsprozesse in effiziente Workflows und machen Content Management zu einem messbaren Wachstumstreiber. Wir zeigen, wie die KI-Integration in TYPO3 gelingt – und dabei gleichzeitig Teams entlastet, Prozesse automatisiert und die Content-Qualität auf ein neues Level hebt.

Die Content-Herausforderung: Mehr Kanäle, höhere Erwartungen

Die digitale Medienlandschaft wächst rasant: Immer mehr Kanäle verlangen nach Inhalten, während Nutzer*innen personalisierte Erlebnisse erwarten und Suchmaschinen nur relevanten Content belohnen. Parallel verkürzen sich die Reaktionszeiten – der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wird härter. Traditionelle Content-Workflows stoßen hier immer öfter an ihre Grenzen. 

Die Lösung? Ein intelligenter Content-Workflow, der die bewährten TYPO3-Strukturen mit den Möglichkeiten moderner KI-Tools kombiniert. 

Wir stellen vor:

Vier Game-Changing KI-Anwendungen für TYPO3

1. Smarte Bildverarbeitung:

Zeit sparen, Qualität steigern
Die manuelle Bildaufbereitung ist ein notorischer Zeitfresser im Content-Workflow. Per KI-Integration lässt sich dieser Prozess in TYPO3 automatisieren:

  • Intelligenter Bildschnitt für verschiedene Ausgabeformate – vom Desktop-Banner bis zum Mobile Teaser
  • Performance-optimierte Komprimierung für schnellere Ladezeiten ohne Qualitätsverlust
  • Automatische Metadaten-Generierung für besseres SEO und mehr Barrierefreiheit
Illustration eines Laptops mit grafischen Elementen und großem Klickzeiger – symbolisiert kreative Bearbeitung mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz. Steht für die Verbindung von TYPO3 und KI zur intelligenten Content-Gestaltung und -Automatisierung mit der OPEN Digitalgruppe.

2. Content-Intelligenz in TYPO3: Von Daten zu smarten Texten

Moderne KI-Lösungen transformieren strukturierte Daten in überzeugende Texte und optimieren bestehende Inhalte für maximale Wirkung.

  • Textvorschläge und Optimierungshinweise für klarere, suchmaschinenfreundliche Inhalte
  • Automatisierte Übersetzungen für internationale Websites
  • Stil- und Tonalitätschecks, um eine einheitliche Corporate Language sicherzustellen
Illustration eines Roboters, der aus einem Laptop heraus mit einem Menschen kommuniziert. Das symbolisiert die Zusammenarbeit von KI und Redakteur. Steht für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in TYPO3 zur Unterstützung bei Content-Erstellung, Textgenerierung und Ideenfindung.

3. Intelligente Content-Organisation: Struktur statt Chaos

Mit wachsenden Content-Beständen kann die konsistente Organisation in TYPO3 zur Herausforderung werden. KI schafft hier Ordnung durch:

  • Automatische Kategorisierung neuer Inhalte für konsistente Strukturen
  • Thematische Verknüpfung bestehender Inhalte für bessere User Journeys
  • Intelligente Schlagwortvergabe, um Inhalte leichter auffindbar zu machen
Illustration eines Roboters, der gezielt eine digitale Datei aus mehreren Ordnern entnimmt – steht für automatisierte Datenverarbeitung und intelligente Inhaltsorganisation. Symbolisiert den KI-Einsatz in TYPO3 zur effizienten Verwaltung und Bereitstellung von Content.

4. Personalisierte Content-Strategien: Zielgerichtete Inhalte statt Massenkommunikation

Die fortschrittlichste Anwendung von KI im TYPO3-Kontext ist die datengetriebene Personalisierung und strategische Content-Planung.
Durch Analyse des Nutzerverhaltens ermöglicht die KI personalisierten Content, während automatisierte A/B-Tests belastbare Daten zur Optimierung liefern. Die KI-gestützte Performance-Analyse identifiziert erfolgreiche Content-Formate und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für die strategische Planung.
Das Ergebnis: Höhere Relevanz, bessere Nutzerbindung und ein messbarer Anstieg der Content-Performance – mit minimalem manuellen Aufwand.

Illustration eines stilisierten Kopfes mit KI-Chip, Smartphone und Lupe mit Nutzerprofil – symbolisiert personalisierte, KI-gestützte Inhalte. Steht für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in TYPO3 zur intelligenten Zielgruppenansprache und automatisierten Content-Ausspielung mit der OPEN Digitalgruppe.

Umsetzung mit System: Der Weg zur KI-Integration in TYPO3

Die Integration von KI-Funktionen in TYPO3 erfordert keinen kompletten Systemumbau.
Ein modularer, schrittweiser Ansatz sorgt für schnellen Nutzen und minimalen Implementierungs-aufwand:

  • Analyse bestehender Workflows zur Identifikation der größten Potentiale
  • Gezielte Implementation spezialisierter KI-Komponenten und Schulung der Redaktion
  • Flexible API-Architekturen zur Verbindung mit state-of-the-art KI-Diensten

Kontinuierliche Messung und Optimierung für stetig wachsenden ROI

Fazit: KI als strategischer Hebel für digitales Wachstum

Die Integration von KI in TYPO3 ist weit mehr als ein technologisches Upgrade – sie hat das Potenzial, die Arbeit von Content-Teams grundlegend zu verändern. Gleichzeitig dient sie als strategischer Hebel für digitales Wachstum: Die datengestützte Optimierung führt zu höheren Engagement- und Conversion-Raten, durch die intelligente Automatisierung von Routineaufgaben werden Ressourcen frei für neue kreative Wertschöpfung.

Die Zukunft des Content Managements liegt daher in der intelligenten Verbindung menschlicher Kreativität mit maschineller Unterstützung – für schlankere Prozesse, überzeugende Inhalte sowie messbaren Geschäftserfolg.

Du möchtest wissen, wie KI dein TYPO3-System und deine Content-Strategie auf das nächste Level heben kann?

Hier findest du eine Übersicht über unsere Leistungen:

Digitaler Neustart: Mit einer umfangreichen Ausschreibung initiierte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen e.V. (BIH) den nächsten Schritt ins digitale Zeitalter. In diesem Zuge wurde eine Digitalversion des hauseigenen ZB Magazins erstellt und die beiden bisherigen Webauftritte in ein brandneues zentrales Portal überführt. Interlutions Part of OPEN gewann die Ausschreibung gemeinsam mit der Agentur CW Haarfeld.

„Unser zentrales Aufgabenfeld ist Inklusion im Beruf. Es war uns daher ein großes Anliegen, mit gutem Beispiel voranzugehen und Menschen mit Behinderung bestmöglichen Zugang zu den Informationen auf unserer Website zu ermöglichen. Aus dem gleichen Grund haben wir uns für die Digitalisierung des ZB Magazins entschieden: Es ist nun über die verschiedensten Endgeräte abrufbar und erreicht so eine noch viel größere Leserschaft – natürlich ebenfalls barrierearm“, so Carola Fischer, Geschäftsführerin der BIH.

Im Rahmen des Projekts übernahm CW Haarfeld die redaktionsseitige Betreuung, während Interlutions vor allem die Konzeption, technische Umsetzung und das Projektmanagement verantwortet. Zentral stand für die digitale Leadagentur dabei die barrierearme Gestaltung des neu entwickelten ZB Digitalmagazins sowie des Onlineportals, in dem die bisherigen Webseiten integrationsaemter.de und sozialentschaedigung.de zusammengeführt wurden.

Consulting für BIH
Voll responsiv und barrierearm: das neue digitale Angebot der BIH.

Damit das Endprodukt mit allen nötigen Hilfen für alle Zielgruppen wirklich barrierearm konsumiert werden kann, setzte Interlutions beim Testen, Entwickeln und Validieren der Seite auf die Hilfe von Menschen mit Behinderung. So erhielt die Agentur über Vorgaben und Theorie-Standards hinweg ständiges Feedback aus der Inklusions-Zielgruppe. Das Ergebnis ist eine gleichermaßen funktionale, konsistente und strukturierte Gestaltung, die allen Nutzern eine einfache Orientierung ermöglicht.

Unterstützt wird dies u.a. von einer Tabulatorsteuerung. Zudem werden alle Inhalte durch Screenreader erkennbar gemacht und „Nicht-Text-Inhalte“ mit aussagekräftigen Alternativtexten versehen. Mithilfe eines feststehenden Menüs können sich Nutzer die Ausgabe der Inhalte passend zu ihren persönlichen Bedürfnissen einstellen. Die Bedienung ist einfach und intuitiv, zusätzlich aber auch mit einer Anleitung versehen. Die Agentur setzte auf diese Weise alle Vorgaben der Prioritätsstufe I der BITV 2.0 um. Zudem wurden bei einzelnen Kerninhalten einige wichtige Prüfschritte der Prioritätsstufe II berücksichtigt.

Zugleich erzielte der Relaunch eine deutliche Modernisierung vieler Funktionen. So wurde unter anderem die Kontaktsuche vereinfacht und neu aufgesetzt, so dass Nutzer nun direkt den für sie richtigen Ansprechpartner finden. Ähnliches gilt für die Inhalte der Seite: Mithilfe einer intelligenten Suchfunktion werden alle Bereiche durchsucht und die Ergebnisse in einem Kurzüberblick mit Verweis auf den jeweiligen Gesamtartikel zur Verfügung gestellt.

Nicht zuletzt kommt auch das ZB Digitalmagazin neben größtmöglicher Barrierearmut mit vielen interaktiven und animierten Elementen daher. So helfen zum Beispiel Videos und Parallax-Scrolling-Effekte dabei, Inhalte erlebbar zu machen und unterhaltend darzustellen.

Das ZB Digitalmagazin ist mit vielen Hilfsmitteln für einen komfortablen und barrierearmen Konsum der Inhalte ausgestattet.

Dieses Projekt war in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Zum einen galt es, eine große Zahl an Teammitgliedern und Stakeholdern unter einen Hut zu bringen. Zum anderen ist insbesondere das Thema Barrierefreiheit immer wieder anspruchsvoll, wenn es gilt, den Usern ein ansprechendes und intuitives Nutzererlebnis zu präsentieren. Im Teamwork mit allen Beteiligten ist es uns gelungen, ein Ergebnis zu erzielen, das jeglichen Wünschen und Anforderungen gerecht geworden ist. Darauf sind wir ein ganz kleines bisschen stolz.

So wirst auch du bis 2025 barrierefrei

Erfahre hier mehr zu den OPEN Leistungen im Bereich Barrierefreiheit und sichere dir deine Roadmap zur erfolgreichen Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) bis 2025 – gestalte die Zukunft inklusiv!